Unter dem Motto „Towards multi-functional agro-ecosystems promoting climate-resilient futures“ brachte der Tropentag 2026 in Göttingen von 16. bis 18. September Forschende aus aller Welt zusammen. Mittendrin: FAIRagro. In der Postersession „Digitalisation & AI“ stellte Anne Sennhenn gemeinsam mit CGIAR (Consultative Group on International Agricultural Research) das Poster „Enabling data-driven agricultural transformation – GARDIAN and FAIRagro“ vor.





Im Mittelpunkt stand die Frage, wie gut dokumentierte, auffindbare und nachnutzbare (FAIRe) Forschungsdaten dazu beitragen können, komplexe Herausforderungen in der Agrarforschung besser zu bearbeiten. Mitgenommene Eindrücke: Auch Forschung zu tropischen und klimaresilienten Agrarsystemen ist heute stark datengetrieben. Gleichzeitig ist der Umgang mit Forschungsdaten sehr unterschiedlich. Auf der einen Seite stehen engagierte Open-Data-Communities und große Open Data Initiativen, auf der anderen Seite Forschende, für die Datenpublikation und Nachnutzung bislang noch keine selbstverständlichen Bestandteile des Forschungsprozesses sind.
Genau hier entstehen spannende Gespräche – und viel Potenzial für praktische Unterstützung durch Forschungsdatenmanagement. Besonders gefreut hat uns der Austausch mit Abozar Nasirahmadi, Professor für Digitalisation in Agricultural Engineering an der SLU (Sveriges Lantbruksuniversitet – Schwedische Universität für Agrarwissenschaften – in der Galerie auf dem dritten Foto zu sehen). Mit Kolleg*innen der SLU arbeitet FAIRagro bereits eng zusammen, unter anderem im Kontext des FAIRagro Helpdesks.
Neben vielen Denkanstößen ist ein Gedanke aus der von Heidi Webber (FAIRagro TA1 / ZALF) moderierten Session „Risks and impacts of climate change“ besonders erwähnenswert:
„Offene Daten schaffen nicht nur bessere Voraussetzungen für Nachnutzung und neue Forschung. Datenpublikation kann auch dazu beitragen, den Menschen, die Daten erheben, kuratieren und bereitstellen, mehr Sichtbarkeit und wissenschaftliche Anerkennung zu geben.“
Gerade für Forschende und Partner im Globalen Süden ist das ein wichtiger Aspekt: Wertvolle Arbeit an und mit Forschungsdaten sollte sichtbar, zitierbar und als eigenständige wissenschaftliche Leistung anerkannt werden.
Der Tropentag hat damit einmal mehr gezeigt: FAIR Data ist kein Selbstzweck. Es geht darum, Wissen besser nutzbar zu machen, Zusammenarbeit zu ermöglichen – und wissenschaftliche Beiträge sichtbar zu machen.
Weitere Informationen sowie das Programm zu Nachlesen gibt es auf der Webseite des diesjährigen Tropentages.
