Use Case (Pilot) 10:
Eintauchen in Daten zu Unkraut im Ackerbau zur Verknüpfung von Biodiversität und Landwirtschaft (Wee Dive)
In diesem Use Case geht es um die strategische Bereitstellung von Wissen, um die Ziele der Ernährungssicherheit und des Erhalts der Biodiversität im Ackerbau in Einklang zu bringen, und um die Bereitstellung von FAIRen Daten dafür.
Inhaltsverzeichnis
Hintergrund
WeeDive befasst sich mit Unkräutern im Ackerbau, dem Vorkommen von Arten, die von der Bewirtschaftung betroffen sind, und möglichen Beiträgen zur biologischen Vielfalt. Es werden Datenquellen auf verschiedenen zeitlichen und räumlichen Ebenen benötigt.
WeeDive ist bestrebt, drei Arten von Daten für den freien Zugang zur Verfügung zu stellen. Die Datentypen unterscheiden sich je nach Art der verwendeten Stichprobenmethode. WeeDive befasst sich mit RDM in der Agrarsystemforschung und entwickelt und testet einen Dienst, um die Herausforderungen des fehlenden Zugangs, der vergrabenen Daten und des verstreuten Wissens zu überwinden.
Wir werden (1) ein europäisches Format für Überwachungsdaten, „Arable Weeds and Management in Europe“ (AWME), ergänzen und (2) ein Format für langfristige experimentelle (LTE) Daten über Unkräuter unter Bewirtschaftungsoptionen entwickeln, die das Überleben von Unkräutern in Kulturen ermöglichen, und (3) ein Referenzinventar zur Änderung der Unkrautbewirtschaftung im Hinblick auf Biodiversitätsziele anbieten. Es wird ein (4) umfassendes Beispiel dafür gegeben, wie diese Daten wissenschaftliche Arbeiten ermöglichen und unterstützen können, z. B. über Veränderungen von Unkräutern auf Zeitskalen, die für den Klimawandel relevant sind, oder auf räumlichen Skalen, die für IPM-Entscheidungen in der Landwirtschaft relevant sind. Somit bietet WeeDive strategisch Wissen, um die Ziele der Ernährungssicherheit und der Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Ackerbaubewirtschaftung zu verbinden. Neben der Anpassung des Datenformats und -managements an die FAIR-Prinzipien wird die Datenkuration durch Handshake-Aktivitäten der Projektpartner sichergestellt.
Der Zugang zu den drei Datensammlungen wird dazu beitragen, zukünftige Fragen in der Landwirtschaft zu beantworten. Darüber hinaus können alle in WeeDive verwendeten Datentypen auf verwandte Themen angewandt werden, z. B. auf die Überwachung herbizidresistenter Unkräuter, den Zugang zu mehr LTE zur Ackerbaubewirtschaftung oder die Verknüpfung mit anderen Diensten (z. B. Bodenerosion und Bodenstruktur).
Status und Ausblick
UC Update: Eintauchen in Daten zu Unkraut im Ackerbau zur Verknüpfung von Biodiversität und Landwirtschaft (Wee Dive)
Das UC10-Team um Bärbel Gerowitt stellt ein Konzept vor, um Langzeitdaten zu Ackerbegleitvegetation und Monitoring nach FAIR-Prinzipien (auffindbar, zugänglich, interoperabel, wiederverwendbar) aufzubereiten. Es beschreibt Herausforderungen bei der Vereinheitlichung heterogener Agrardaten und zeigt Lösungen anhand von Fallstudien, etwa zu Fruchtfolgeversuchen und Biodiversitätsdatenbanken. Ziel ist es, das Potenzial landwirtschaftlicher Daten durch standardisierte und wiederverwendbare Arbeitsabläufe besser nutzbar zu machen.
Bensch, J., von Redwitz, C., & Gerowitt, B. (2025). weeDive: Making Long-Term Arable Vegetation and Monitoring Data FAIR. FAIRagro Plenary 2025, Julius Kühn-Institut (JKI) Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen Königin-Luise-Straße 19, 14195, Berlin. Zenodo.
https://doi.org/10.5281/zenodo.17396412
Noch Fragen zu diesem Use Case?
Kontaktieren Sie gern Anne Sennhenn für weitere Informationen.


